Beispiele für Engagement
Unternehmerisch handeln heißt verantwortlich handeln
Bildung, Jugendarbeitslosigkeit, Umweltschutz: Themen, für die Unternehmen und ihre Partner sich stark machen können, gibt es viele. Wir möchten Ihnen einige Beispiele vorstellen.
Erfolgsbeispiele
Beispiel: Ausbildungsreife
An einem Projekttag sprach der Schulleiter den Ballettlehrer an: Seine Hauptschüler schafften es nicht, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Der Grund: nicht mangelnde Leistung, sondern fehlendes Selbstbewusstsein und Disziplin. Zwei Stunden pro Woche verpflichtender Ballettunterricht sollten alles ändern. Die Kinder hatten mit ihrer neuen Haltung zusehends Erfolg - sogar ihre Noten wurden besser. Und die Vorstellungsgespräche sind nun ein Klacks.
Beispiel: Familienfreundlichkeit
Qualifizierte Arbeitskräfte zu finden ist für mittelständische Unternehmen inzwischen oft ein Problem. In einer fränkischen Kleinstadt tat sich deshalb ein Unternehmer mit der Stadtverwaltung zusammen. Vor allem junge Frauen sollten Beruf und Familie vereinbaren können. So richteten sie gemeinsam eine Kinderbetreuungsstätte ein. Seitdem vermeldet die Stadt sogar den Zuzug junger Familien.
Beispiel: Integration
Schlagzeilen über Extremismus schaden langfristig jeder Region. Gemeinsam mit einem Verein bringt ein ostdeutscher Unternehmer jungen Menschen Demokratie und Toleranz näher. Ihre Freizeit verbringen die Jugendlichen nun in Bands und Workshops anstatt auf der Straße. Und die Unternehmer wollen nun am Standort festhalten.
Beispiel: Jugend
Unsere Stadt muss schöner werden. Dachten sich jugendliche Sprayer und dekorierten alle Flächen, die ihnen geeignet schienen. Die Paderborner waren ratlos angesichts der Schmierereien. Eine Idee hatte dann ausgerechnet der, der mit dem Beseitigen der Graffiti bisher am meisten verdiente: ein Maler. Gemeinsam mit Handwerkskollegen startete er Ausbildungsprojekte für Jugendliche, machte Lobbyarbeit für mehr Freiflächen und legale Graffiti und ließ die Sprayer sogar für sich arbeiten. Inzwischen ist die graue Stadt schöner und bunter geworden, die Handwerker haben sich nebenbei in einer Genossenschaft zusammengeschlossen und können Großaufträge annehmen - und den Malermeister, den kennen jetzt alle.
Beispiel: Ausbildungsplätze
Ohne Ausbildung keine Chance im Beruf. Eine Kleinstadt im Odenwald: 26 Jugendliche stehen ohne Lehrstelle auf der Straße. Und Hoffnung kann ihnen offenbar niemand machen. Ein Unternehmer will das nicht mit ansehen. Schnell ist klar, dass es nicht reicht, nur Plätze zu vermitteln. Denn bei den Jugendlichen ist häufig nicht die Schulbildung das Problem, sondern fehlendes Selbstbewusstsein, chronische Unpünktlichkeit, ungeschicktes Auftreten, kurz: die Haltung. Örtliche Unternehmer bauen die Jugendlichen auf, coachen sie und tun Lehrstellen auf. Im August 2003 ist das Ziel erreicht: alle Jugendlichen haben eine Lehrstelle. Seither wird das Projekt erfolgreich wie ein Franchisesystem auf andere Standorte übertragen.










